Freitag, 18.05.2012 10:50 Uhr

EU fördert Kfz-Antikollisionsradarsystem

Verfasser: Gerhard Rippert (Bxl) Brüssel, 01.08.2011, 19:47 Uhr
Presse-Ressort von: Gerhard Rippert, Brüssel (BE)-Bamberg (DE) Bericht 4289x gelesen

Brüssel [ENA] Die aktuelle Nutzung der Frequenzen des 24-GHz-Bandes für Kurzstrecken-Antikollisionsradarsysteme in Kraftfahrzeugen wurde von der Europäischen Kommission bis Ende 2018 verlängert. Diese Maßnahme soll es der Branche ermöglichen in absehbarer Zeit die Entwicklung solcher Radarsysteme für Pkw auf das 79-GHz-Band auszurichten, das bereits seit 2004 als entsprechende Betriebsfrequenz ausgewiesen ist.

Heute arbeiten derartige Radarsysteme noch im 24-GHz-Band, wobei nur etwa 0,05% der Pkw in Europa, hauptsächlich im Luxuswagensegment, mit einem solchen Sicherheitssystem ausgestattet sind. Bisher ist es der Branche noch nicht gelungen, diese Radartechnik im dafür vorgesehenen 79-GHz-Band zur Marktreife zu bringen. Die zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission Neelie Kroes sieht nun die Hersteller in der Pflicht, mit einer breiten Ausstattung der Autos mit Kollisionsvermeidungssystemen die Sicherheit im Straßenverkehr, auch für Fußgänger, zu erhöhen. Im Übrigen ist die Frequenzkoordinierung im gesamten EU-Binnenmarkt wichtiger Bestandteil der Digitalen Agenda für Europa.

Kfz-Kurzstreckenradarsysteme (SRR - Short Range Radar) funktionieren ähnlich wie Einpark-Assistenten, allerdings mit größerer Reichweite. Die SRR-Eigenschaften ermöglichen die ständige Überwachung der Umgebung eines Fahrzeugs und somit die Erfassung von Hindernissen wie andere Autos, Fussgänger oder sonstige Gegenstände. Abgesehen von einer Warnung vor möglichen Zusammenstößen können aktive Sicherheitsmaßnahmen automatisch ausgelöst werden, so z.B. automatisches Abbremsen zur Vermeidung von Zusammenstößen oder auch das Nachspannen der Sicherheitsgurte. - Weitere Infos (in Englisch) zu Kfz-Kurzstreckenradar auf http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/radio_spectrum/ topics/transport/srr/index_en.htm

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